{"corpus":"steiner","locus":"GA 237/1924-07-28/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Gleichzeitig mit diesem war aber etwas anderes verbunden. Man kann das nur in der richtigen Weise einschätzen, wenn man das Folgende beachtet. So nachdenken, so in Gedanken leben, die aus dem Inneren herausstoßen, konnten die Menschen der alten Zeitalter nicht. Sie waren unter Umständen weise, unendlich viel weiser als die neuere Menschheit, aber sie waren nicht in dem Sinne dessen gescheit, was man heute gescheit nennt. Heute nennt man einen Menschen gescheit, der Gedanken aus sich selber produzieren kann, der logisch denken kann, der einen Gedanken mit dem anderen in Zusammenhang bringen kann und so weiter. Das gab es damals nicht. Selbständig erzeugte Gedanken gab es nicht in alten Zeiten. Die Gedanken wurden mit den Offenbarungen, die einem aus der geistigen Welt kamen, zu gleicher Zeit auf die Erde heruntergeschickt. Man dachte nicht nach, sondern man empfing den geistigen Inhalt durch Offenbarung, aber man empfing ihn so, daß die Gedanken dabei waren. Heute denkt man über die Dinge nach; dazumal brachten die seelischen Eindrücke die Gedanken mit, Die Gedanken waren inspirierte Gedanken, nicht selbstgedachte Gedanken. Und derjenige, der die kosmische Intelligenz, die in dieser Weise sich mit den geistigen Offenbarungen zur Menschheit begab, ordnete, der im besonderen über diese kosmische Intelligenz sozusagen die Herrschaft hatte, das ist eben diejenige geistige Wesenheit, die wir, wenn wir uns der christlichen Terminologie bedienen, als den Erzengel Michael bezeichnen. Er hatte im Kosmos die Verwaltung der kosmischen Intelligenz.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-28","location":null,"word_count":234,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-28/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-07-28/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/237/1924-07-28/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}