Siebenter Vortrag
Während diese wunderbaren, diese grandiosen Lehren in jener übersinnlichen Schule, dirigiert von Michael selber, an die entsprechenden Seelen gingen, nahmen diese Seelen teil an einem gewaltigen Ereignis, das sich nur nach langen Zeiträumen innerhalb der Entwickelung unseres Kosmos zeigt. Es ist, wie ich schon einmal angedeutet habe, so, daß wir von der Erde aus hinauf weisen in die übersinnliche Welt, wenn wir vom Göttlichen sprechen. Sind wir aber in dem Leben zwischen dem Tode und neuer Geburt, so weisen wir eigentlich hinunter auf die Erde — aber nicht auf die physische Erde; es zeigt sich da Gewaltiges, Grandioses, Göttlich-Geistiges. Und gerade in diesem Beginne des 15. Jahrhunderts, als diese Schule ihren Anfang machte, von der ich sprach, wo zahlreiche Seelen im Bereich des Michael an dieser Schule teilnahmen, da konnte man zu gleicher Zeit etwas sehen, was, wie gesagt, nur nach langen, langen Zeiträumen sich wiederholt im kosmischen Werden: Man sah gewissermaßen beim Hinunterblicken auf die Erde, wie Seraphim, Cherubim und Throne, also die Angehörigen der höchsten, der ersten Hierarchie, eine gewaltige Tat vollbringen.
Cite:
GA 237/1924-07-28/p033 · edition original