Achter Vortrag
Es wird sich nunmehr darum handeln, darzustellen, wie der einzelne Anthroposoph sich in seinem Karma erlebt eben einfach dadurch, daß er aus den Vorbedingungen heraus, von denen ja gesprochen worden ist, in die Anthroposophische Gesellschaft oder wenigstens in die anthroposophische Bewegung nun sich hineingestellt hat. Dazu wird noch notwendig sein, daß ich einiges heute erläuternd zu dem hinzufüge, was ich am letzten Montag hier auseinandergesetzt habe. Ich habe hingewiesen auf die bedeutungsvolle übersinnliche Lehrschule im Beginne des 15. Jahrhunderts, die so charakterisiert werden darf, daß man sagt: In ihr war Michael selber der große Lehrer. Und Scharen von Menschenseelen, welche dazumal zwischen dem Tod und einer neuen Geburt standen, aber auch Scharen von solchen geistigen Wesenheiten, die nicht dazu bestimmt sind, in eine Erdeninkarnation überzugehen, sondern die in einem ätherischen oder sonstigen höheren Dasein die Äonen, in denen wir leben, zubringen, sie alle, diese Wesenheiten, also menschliche, übermenschliche, untermenschliche Wesenheiten, sie gehörten sozusagen dazumal zur umfassenden Schülerschaft der Michaelischen Macht. Und ich habe Ihnen ja auch schon am letzten Montag einiges von dem charakterisiert, was dazumal der Inhalt der betreffenden Lehre war.
Cite:
GA 237/1924-08-01/p003 · edition original