Achter Vortrag
Sehen Sie, wenn man so Ahriman vor sich hat, dann wird man natürlich auch den vollen Gegensatz zwischen Ahriman und Michael empfinden. Denn Michael kommt es auf das Persönliche der Intelligenz gar nicht an; für den Menschen ist nur stets die Versuchung da, die Intelligenz nach dem Musterbilde des Ahriman auch persönlich zu machen. Ahriman hat eigentlich von Michael ein sehr verächtliches Urteil, Ahriman hat von Michael das Urteil, daß Michael dumm, töricht sei. Natürlich ist das in Relation zu sich selber: weil Michael nicht persönlich die Intelligenz an sich heranziehen will, sondern weil Michael will und wollte durch Jahrtausende, durch Äonen, die Pan-Intelligenz verwalten, und jetzt auch wiederum, indem die Menschen die Intelligenz haben sollten, sie als etwas gemeinsam Menschliches, als etwas, was allen Menschen als solchen als die allgemeine Intelligenz zugute kommt, verwalten will.
Cite:
GA 237/1924-08-01/p030 · edition original