Achter Vortrag
Es sind ja schließlich Menschen, die dagewesen sind, die immer da sind, die da kamen, die immer wieder kommen und kommen werden, welche bereit sind, in einem gewissen Sinne hinwegzugehen von der Welt, sich zu sammeln in dem, was sich als Anthroposophische Gesellschaft zusammenfaßt. In welchem Sinne, mehr oder weniger, dieses Hinweggehen von der Welt aufzufassen ist, als wirklich, als formell und so weiter, das ist ja eine Sache für sich, aber eine Art Hinweggehen ist es für die einzelnen Seelen, eine Art Hingehen zu etwas, was anders ist als dasjenige, aus dem sie herausgewachsen sind. Die mannigfaltigsten karmischen Ergebnisse kommen ja an den einzelnen Menschen heran. Der eine erlebt das oder jenes dadurch, daß er sich aus Zusammenhängen herausreißen muß, daß er sich vereinigt mit denen, die die Michael-Botschaft pflegen wollen. Da sind solche, die diesen Anschluß an die Michael-Botschaft wie eine Art von Erlösung empfinden. Dann sind aber solche, die es empfinden, als ob sie in eine Lage versetzt sind wie etwa: Ich werde hingezogen zu Michael auf der einen Seite, zu dem Ahrimanismus auf der anderen Seite; ich kann nicht wählen, ich stecke durch das Leben darinnen! — Da sind solche, die ihr Mut herausreißt, die aber noch einen äußeren Zusammenhang haben. Da sind solche, die leicht den äußeren Zusammenhang finden; auch das ist möglich, und vielleicht sogar für den heutigen Zustand der Anthroposophischen Gesellschaft noch das Allerbeste. Aber immer stehen Menschen, die innerhalb der anthroposophischen Bewegung stehen, anderen gegenüber, die nicht darinnen stehen, auch solchen, mit denen sie von früheren Erdenleben her karmisch tief verbunden sind. Da sehen wir dann hinein in die merkwürdigsten karmischen Fäden.
Cite:
GA 237/1924-08-01/p042 · edition original