{"corpus":"steiner","locus":"GA 237/1924-08-08/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun müssen wir das Folgende ins Auge fassen: Sehen Sie, die Menschen, die zusammenhängen mit Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, die im Michael-Reiche verblieben sind, diese Menschen haben es schwer, für das, was sie begreifen sollen, Intelligenzformen zu finden. Sie streben ja dahin, auch die persönliche Intelligenz so zu erhalten, daß das mit der Michael-Verehrung zusammenhängen kann. Diejenigen Seelen, von denen ich gesagt habe, daß sie teilgenommen haben an jenen Vorbereitungen im 15. und 19. Jahrhundert, kommen zur Erde hinunter, hängend noch im tiefsten Drang nach Michael und seiner Sphäre. Dennoch, sie sollen nach Entwickelungsprinzipien der Menschheit die individuelle persönliche Intelligenz aufnehmen. Das gibt Zwiespalt, aber einen Zwiespalt, der sich lösen muß durch eine spirituelle Entwickelung, durch das Zusammenkommen der individuellen Aktivität mit dem, was geistige Welten herunterbringen im jetzigen Intelligenzzeitalter. Die anderen, deren Engel abfielen —- was natürlich mit dem Karma zusammenhängt, denn der Engel fällt ab, wenn er mit einem Menschenkarma zusammenhängt, das dementsprechend ist -, die anderen nehmen wie mit Selbstverständlichkeit die persönliche Intelligenz auf, ganz wie selbstverständlich, aber dafür wirkt sie auch automatisch in ihnen, sie wirkt durch die Körperlichkeit. Sie wirkt so, daß diese Menschen denken, gescheit denken, aber sie sind nicht engagiert dabei. Das war der große Streit, der lange Zeit zwischen den Dominikanern und den Franziskanern sich abspielte. Die Dominikaner konnten nicht das persönliche Intelligenzprinzip anders ausgestalten als in möglichster Treue zur Michael-Sphäre. Die Franziskaner, die Anhänger von Duns Scotus — nicht von Scotus Erigena -, die wurden völlig Nominalisten. Sie sagten: Intelligenz ist überhaupt nur eine Summe von Worten. Alles was sich abspielte an Diskussionen zwischen den Menschen, alles das ist eben wirklich so, daß es das Abbild ist von mächtigen Kämpfen, die stattfinden zwischen der einen Schar der Angeloi und der anderen Schar der Angeloi.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-08-08","location":null,"word_count":295,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-08-08/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/237/1924-08-08/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/237/1924-08-08/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}