{"corpus":"steiner","locus":"GA 238/1924-09-05/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Was hat es denn für eine Bedeutung, meine lieben Freunde, wenn der Mensch im allgemeinen theoretisch an eine geistige Welt glaubt? Theoretisch an eine geistige Welt glauben heißt, diese geistige Welt in die Gedanken aufnehmen. Aber die Gedanken der Menschen der Gegenwart sind heute selber so, wenn sie auch ihrer ureigensten Natur nach für den heutigen Menschen das Geistigste darstellen, daß sie zunächst so, wie sie sich als innerer Geist des Menschen ausgebildet haben im Laufe der letzten vier bis fünf Jahrhunderte, nur geeignet sind, Wahrheiten über das Materielle aufzunehmen. Und so hat die heutige Menschheit ein spirituelles Leben in Gedanken, erfüllt aber als allgemeine Zivilisations-Menschheit dieses spirituelle Gedankenleben nur mit materiellem Inhalte. Materieller Inhalt bleibt auch dasjenige, was man theoretisch über Anthroposophie weiß, bis hinzutritt die wirkliche innere, bewußte Überzeugungskraft: daß das Geistige ein konkretes Wirkliches ist, daß überall da, wo für den äußeren Menschensinn Materie lebt, Geist diese Materie nicht nur durchzieht und durchströmt, sondern daß zuletzt vor dem menschlichen wahren Blicke alles Materielle verschwindet, wenn er imstande ist, durch das Materielle zum Geistigen, zum Spirituellen durchzudringen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-09-05","location":null,"word_count":179,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/238/1924-09-05/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/238/1924-09-05/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/238/1924-09-05/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 260a/1924-09-05","ga":"260a","lecture":"1924-09-05","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}