Erster Vortrag

GA 238/1924-09-05/p041 ·1924-09-05 · original (original)
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Exakte Wissenschaft, exakte Erkenntnis kann es werden — worüber man heute noch wie über eine Verrücktheit, über einen Wahnsinn spottet —, daß der wirklich Erkennende hinschaut auf den Baum, der Baum vor seinem Blicke, trotzdem er das Materielle darstellt, wie aussparend den Raum, zum Nichtigen wird, und entgegenkommt dem Menschen die geistige Wesenheit des Baumes. Wie unseren physischen Augen das Sonnenlicht von allen äußeren physischen Wesen in der Reflexion entgegenleuchtet, so wird die Menschheit dazu kommen — und Anthroposophie nimmt voraus dieses Dazukommen -, einzusehen, daß die geistige Sonnenwesenheit, die die Welt durchwebt und durchlebt, auch in allen physischen Wesenheiten lebt. Wie das physische Licht in unser physisches Auge zurückstrahlt, so kann in unser Seelenauge zurückstrahlen von einem jeglichen irdischen Wesen als eine Tatsache das göttlich-geistige Sonnenwesen, das alles durchdringt. Und wie der Mensch jetzt sagt: Die Rose ist rot —, und dem zugrunde liegt, daß die Rose ihm die Gabe zurückgibt, die er selber von dem physisch-ätherischen Sonnenwesen bekommen, so wird er dann sagen können: Die Rose gibt ihm dasjenige zurück, was sie von dem geistig-seelischen Sonnenwesen bekommt, das die Welt durchwellt und durchlebt.

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Cite: GA 238/1924-09-05/p041 · edition original