Vierter Vortrag

GA 238/1924-09-12/p025 ·1924-09-12 · original (original)
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Nun kam eine eigentümliche Phase der Entwickelung. Während dieser ganzen Zeit, in der sozusagen die Platoniker auf die eben geschilderte Art gewirkt hatten, konnten die Aristoteliker auf der Erde nicht wirken. Es waren eben nicht die Bedingungen da. Aber sie bereiteten dafür im übersinnlichen Leben die Michaelströmung vor. Sie standen von der übersinnlichen Welt aus auch in einem fortwährenden Zusammenhang mit den Lehrern, die in der gleichen Richtung wirkten, die dann nach Chartres hin sich zogen. Dann aber fand, während die Blüte der Schule von Chartres Ende des elften Jahrhunderts, im zwölften Jahrhundert war — man muß diese Dinge mit irdischen Bezeichnungen belegen, obwohl natürlich diese irdischen Bezeichnungen nicht stimmen und man sich über sie leicht lächerlich machen kann -, es fand eine Art übersinnlicher Besprechung statt zwischen denjenigen Seelen, die hinaufstiegen in die übersinnliche Welt durch die Pforte des Todes aus der Strömung von Chartres heraus, zwischen den Platonikern und denen, die oben geblieben waren, den Aristotelikern, den Alexandrinern, eine Besprechung, welche um die Wende des zwölften und des dreizehnten Jahrhunderts im Mittelalter liegt, ein Ausgleich, wie fernerhin zu wirken sei.

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