Siebenter Vortrag

GA 238/1924-09-18/p022 ·1924-09-18 · original (original)
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Nun war das Interesse, das ich an diesem irdischen Vorbilde des Strader hatte, das mir jetzt als eine übersinnliche Individualität gegenübertrat, namentlich dadurch angefacht, daß dieses Vorbild wirklich in einer eindringlich scharfsinnig rationalistischen Weise das Christentum erfassen wollte. Man bewundert dabei den Denker; aber man merkt überall bei dieser rationalistischen Darstellung des Christentums in den Büchern jenes Menschen, die er auf Erden geschrieben hat, wie der Faden des Rationalismus, der Faden der Begriffe abreißt, wie im Grunde doch etwas furchtbar Abstraktes dabei herauskommt, wie der Betreffende nicht hineinkommen kann in ein spirituelles Erfassen des Christentums, wie er mit philosophischen Begriffen eine Art Begriffsreligion sich zusammenzimmert und so weiter. Kurz, die ganze Schwäche des Intellektualismus moderner Zeit tritt bei dieser Persönlichkeit auf.

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