Vierter Vortrag

GA 239/1924-04-05/p016 ·1924-04-05 · original (original)
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Meine lieben Freunde, es wird Ihnen sicher paradox erscheinen, sonderbar erscheinen, wenn der Geistesforscher aus einer verhältnismäßig jungen Vergangenheit konstatieren muß, daß ein wunderbares Kunstwerk der Poesie verlorengegangen, rein verlorengegangen ist wegen der Feindschaft einer gewissen geistigen Strömung. In den ersten Jahrhunderten der christlichen Entwickelung war ein Kunstwerk in den südlicheren Gegenden der europäischen Zivilisation vorhanden, welches darstellte das innerste Wesen der fortschreitenden Zivilisation, unmittelbar nachdem das Christentum eingegriffen hat in die Entwickelung des europäischen Menschen. Dieses Kunstwerk, in seiner Art ein episches Drama, dramatisches Epos, stellte dar, wie der Mensch, nachdem das Christentum als eine junge Erscheinung gewirkt hat, nicht herankommen kann an die wirkliche, wahre Wesenheit Christi, sondern eine ganz bestimmte Mysterienvorbereitung durchzumachen hat, um an die wahre Wesenheit Christi heranzukommen.

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