Vierter Vortrag
Nun sehen Sie, man kommt noch in eine viel größere Verwirrung hinein, wenn man an die Bücher derjenigen Menschen herantritt, die einen für verbohrt halten. Und so kann man an der Ironie, mit welcher man manche dieser Dinge aufnehmen muß, sehen, wie schwer es den Menschen der Gegenwart noch wird, sich hineinzufinden in wirkliche Geistesforschung. Aber die muß kommen. Und damit es nicht an uns liegt, meine lieben Freunde, nicht die nötige Kraft angewendet zu haben, um herbeizuführen die geistige Vertiefung, war die Weihnachtstagung eben da, die einen Markstein enthalten soll für die Weiterentwickelung der Anthroposophischen Gesellschaft in der Art, wie ich es schon auseinandergesetzt habe; die vor allen Dingen eine Epoche der anthroposophischen Bewegung einleiten soll, in der ohne Scheu von den konkreten Tatsachen des geistigen Lebens gesprochen werden soll, wie wir es heute und in den vorangehenden Vorträgen wieder getan haben. Es ist eben eine stärkere Stoßkraft nötig, als früher angewendet worden ist, wenn der Geist, dessen die Menschheit bedarf, einziehen soll.
Cite:
GA 239/1924-04-05/p024 · edition original