Siebenter Vortrag
Blicken wir nach dem anderen Aspekt, dem Aspekt des Todes, der das physische Erdenleben schließt. Er setzt an die Stelle, wo der Mensch gelebt hat, das Nichts. Schildern wir aber dasjenige, was wir schildern konnten aus der übersinnlichen Welt, dann steigt hinter dem Nichts die geistige Götterwelt auf, und der Mensch erlangt das Bewußtsein: er wird die Kraft haben, da, wo das Nichts seines physischen Leibes sich hingelegt hat, die Arbeit zu beginnen für einen neuen physischen Leib. Das gibt den kräftigen religiösen Impuls und das gibt den realen religiösen Impuls. So, meine lieben Freunde, entspringt aus Anthroposophie ein Bild des Weltlebens, des Menschenlebens. So erkraften sich aus Anthroposophie moralische und religiöse Ideale. Von diesem Inhalte der Anthroposophie wollte ich Ihnen einiges sprechen in den drei kurzen Vorträgen, die ich vor Ihnen halten konnte.
Cite:
GA 239/1924-05-25/p024 · edition original