Neunter Vortrag

GA 239/1924-06-08/p018 ·1924-06-08 · original (original)
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Nun möchte ich Ihnen auch noch sagen, damit diese Dinge immer eins das andere stützen, wie derjenige, der heute die Initiationswissenschaft durchmacht, zu solchen Beobachtungen kommt. Ich habe es ja öfter seit einiger Zeit sogar schon in öffentlichen Vorträgen geschildert, wie der Mensch, wenn er durch die Methoden, die Sie angegeben finden in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», zu dem wirklichen übersinnlichen Erkennen aufsteigt, zunächst zurückblickt auf sein Erdenleben und dieses wie in einem Tableau überschaut. Alles, was sonst im Innern hintereinander ist, ist gleichzeitig da als ein mächtiges Lebenspanorama, das man überschaut bis zur Ich-Geburt, aber getrennt in einem gewissen Sinne sind doch die einzelnen Lebensepochen. Man schaut hin auf dasjenige, was man durchlebt hat von der Geburt bis zum Zahnwechsel, man schaut zurück und übersieht als eine geschlossene Reihe für sich das, was vom Zahnwechsel bis zur Geschlechtsreife geht, dann wiederum bis zum Anfang der Zwanzig und so weiter. Aber indem man weiter aufsteigt in seinen Konzentfiationen, eben die Methoden für die Erkenntnis der geistigen Welt weiter auf sich anwendet, kommt man dazu, nicht nur das, was man da schaut, zu sehen, sondern man bringt es, indem man das Lebenstableau überschaut und zuerst das sieht, was von der Geburt bis zum siebenten Jahre geht, später dazu, daß dieses Menschenleben verschwindet: man schaut gewissermaßen durch sein eigenes Leben durch. Da erscheint an der Stelle des eigenen Lebens, welche die erste Kindheit bedeutet, da, wo man früher dasjenige gesehen hat, was sich in einem abgespielt hat von der Geburt bis zum siebenten Jahre, wenn man in das leere Bewußtsein eingetreten ist, wenn man zur Inspiration aufgestiegen ist, das Leben und Weben der Mondensphäre. So daß die Initiationswissenschaft für die normale heutige Initiation erkennen läßt die Geheimnisse der Mondensphäre, wenn man mit inspirierter Erkenntnis auslöscht das eigene Lebenstableau und sieht, was da nun aufleuchtet an der Stelle dessen, was in dem eigenen Leben sich abspielt von der Geburt bis zum siebenten Lebensjahre.

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Cite: GA 239/1924-06-08/p018 · edition original