Zehnter Vortrag
Hier auf der Erde sagen wir «mein Herz» und meinen damit etwas, was innerhalb unserer Haut ist. Wenn wir in dem Leben stehen zwischen Tod und neuer Geburt, sagen wir nicht «mein Herz», sondern wir sagen «meine Sonne». Denn die Sonne ist dann in einem gewissen Stadium zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, nachdem wir ins Weltenall hinausgewachsen sind, so in uns, wie auf der Erde unser Herz in uns ist, und ebenso die übrigen Sternenwelten in ihrer geistigen Art, wie ich sie beschrieben habe. Dagegen wird Außenwelt für uns alles das, was innerhalb der menschlichen Haut liegt. Sie müssen sich nicht vorstellen, daß das dann so aussieht, wie es sich präsentiert, wenn der Schulanatom eine Leiche seziert. So sieht es nicht aus, sondern es sieht majestätischer und größer aus als das ganze Weltengebäude, das wir von der Erde aus hier als diese äußere Welt überblicken können. In demjenigen, was sich für die physischen Sinne nur präsentiert als Herz, Lunge, Leber und so weiter, in alledem zeigt sich von dem Gesichtspunkte, den wir einnehmen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, eine großartige, gewaltige Welt, größer als die Welt, die wir vom irdischen Gesichtspunkte aus hier überblicken.
Cite:
GA 239/1924-06-09/p005 · edition original