Zehnter Vortrag

GA 239/1924-06-09/p010 ·1924-06-09 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Diese Wesenheiten, Exusiai, Dynamis, Kyriotetes, sind nun vorzugsweise Sonnenbewohner, damit aber natürlich Bewohner des ganzen Weltenalls. Sie gehören ihrem Wesen nach geistigen Welten an. Aber es bedarf der Mittler zwischen den geistigen Welten und den physisch-sinnlichen Welten, und die Vermittler sind die Throne, Cherubim und Seraphim. Sie haben deshalb ihren höheren Rang im geistigen Kosmos, weil sie die Mächtigeren sind, nicht bloß geistig im geistigen Erleben, sondern weil sie dieses Geistige, das sie im Geistigen erleben, dann im Physischen verwirklichen. Wenn wir zwischen Tod und neuer Geburt sind und so, wie ich es beschrieben habe, sehnsüchtig auf die Erde herabblicken, dann schauen wir, indem wir uns bewußt sind, auf das Irdische herunterzuschauen, eigentlich, was Seraphim, Cherubim, Throne Merkwürdiges miteinander erleben. Wir schauen also herunter, sehen Erlebnisse gegenseitig sich vollziehender Taten zwischen Seraphim, Cherubim, Thronen, Taten, die uns tief erschüttern. Wir lernen allmählich diese Taten verstehen, diese Taten, die sich abspielen zwischen Seraphim und Seraphim, Cherubim und Cherubim, Thronen und Thronen, und wieder zwischen Thronen und Seraphim, Thronen und Cherubim und so weiter. Die tun da etwas, etwas gerecht Ausgleichendes, von dem wir das Gefühl haben, das gehe uns etwas an, wenn wir es allmählich verstehen lernen. Was ist das? Das ist das Bild, das sich im Weltgeschehen ergibt aus dem, was wir waren im vorigen Erdenleben im Guten und im Bösen. Das Gute muß gute, das Böse muß böse Folgen haben. Die Seraphim, Cherubim, Throne, die gestalten die Folgen desjenigen, was wir gesät haben auf Erden, unter sich aus. Was wir als böse Taten verübt haben, hat böse Folgen im Kosmischen. Seraphim, Cherubim, Throne sehen wir in einem Tun darinnen, das die Folge unserer bösen Taten ist. Und wir lernen allmählich erkennen, daß in der Weltenentwickelung dasjenige, was unter Seraphim, Cherubim, Thronen geschieht, das himmlische Ausleben unseres Karma ist, bevor wir es irdisch ausleben können. Die Erschütterung verstärkt sich dadurch, ‘daß wir uns nun sagen mit all der Kraft, die wir haben können in dem geistigen Leben, das wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt verbringen: Das, was die Cherubim, Seraphim, Throne erleben in ihrem Götterdasein, das erfährt seinen richtigen Ausgleich, wenn wir es im nächsten Erdenleben von uns aus erfahren.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/239/1924-06-09/p010.json
Cite: GA 239/1924-06-09/p010 · edition original