{"corpus":"steiner","locus":"GA 239/1924-06-09/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Unser Karma wird so durch Seraphim, Cherubim, Throne zuerst überirdisch vorgelebt. Ja, die Götter sind in ihrer Geistigkeit von allem Irdischen die Schöpfer. Da müssen sie zuerst alles selber durchleben. Sie erleben es in der Sphäre des Geistigen; dann wird es hier unten verwirklicht in der Sphäre des Sinnlich-Physischen. Auch dasjenige, was wir als unser Karma erleben, das erleben Seraphim, Cherubim, Throne in ihrem Götterdasein voraus, und damit ist die Summe der Kräfte geschaffen, die unset Karma formt. So erleben wir das Dasein der planetarischen Sphären, so erleben wir dasjenige, was auf Merkur geschieht, als Urteil zunächst der Archai, Archangeloi, Angeloi. Aber da mischen sich dazwischen wieder Seraphim, Cherubim, Throne, um uns unser Karma vorzuleben. Und so erleben wir in uns selbst, was wir durch unsere vorigen Taten der Welt schuldig geworden sind, so erleben wir im Göttervorbild dasjenige, was geschehen soll durch unser Leben. Das ist ein kompliziertes Erleben, aber ein solches, das eben dem irdischen Leben durchaus als das überirdische Leben zugrunde liegt. Und dann, wenn wir so Ahnungen davon bekommen, wie reichhaltig dieses Leben ist zwischen Tod und neuer Geburt, und wenn wir dessen Inhalt zusammenfügen mit dem Inhalt des irdischen Lebens, dann bekommen wir erst eine gültige, eine wirkliche Vorstellung von dem, was eigentlich durch den Menschen, am Menschen, im Menschen in der Welt geschieht. Da wird allerdings unsere menschliche Selbsterkenntnis erst in der richtigen Weise vertieft, durchseelt und durchgeistigt. Und erst, wenn man das, was nun auch im Verlaufe des irdischen Menschenlebens geschieht, so betrachtet, daß man es auf dem Hintergrunde dessen sieht, was in der geistigen Welt vor sich geht, dann betrachtet man dieses Leben in seiner Wahrheit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zehnter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-06-09","location":null,"word_count":274,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/239/1924-06-09/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/239/1924-06-09/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/239/1924-06-09/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}