Zehnter Vortrag

GA 239/1924-06-09/p016 ·1924-06-09 · original (original)
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Nun, schauen wir uns ein solches Beispiel an, das ja durch ganz besonders gewissenhafte geistige Forschung aus den Tiefen des geistigen Lebens auf die Oberfläche gebracht worden ist. Der steife oberflächliche Philister würde sagen: Da geht mir das ganze Aroma von der Persönlichkeit weg; die will ich in ihren elementaren Eigenschaften haben. - Mag der steife Philister das sagen, er hat auch seine Menschenrechte, und sogar nach seinem Karma hat er das Recht des steifen Philisters. Aber er gelangt eben nur bis zu einem gewissen Grad der Wahrheit. Schaut man tiefer in die Tratsachen hinein, dann kommen eben die Unter- und Hintergründe der Wahrheit, der Wirklichkeit zu Tage. Und da muß man schon sagen: Das Leben, auch das Leben des einzelnen Menschen wird nicht ärmer in seiner Bedeutung, sondern unendlich reicher, wenn man es auf solchen Untergründen betrachtet; wenn man wirklich herausglänzen sieht aus diesem problematischen, fragmentarischen Heine-Leben des neunzehnten Jahrhunderts dasjenige, was einmal eine indische Inkarnation war und was dann durch alle die Einflüsse als Folgen aus einem früheren Dasein in Merkur, Venus und Mars durchgemacht werden kann: im Marsdasein, wo ein gewisser aggressiver Sinn für das folgende Erdendasein ausgebildet wird, wo also das, was angeeignet worden war in einem früheren Erdenleben, als eine besondere Fähigkeit in einen gewissen aggressiven Sinn sich hineinentwickelte, im Merkurdasein, wo sich die Seele erwerben kann, da diese Fähigkeit karmisch ja besonders im Merkurdasein ausgebildet wird, ein Hinflattern über Empfindungen und Begriffe, und im Venusdasein, wo wiederum ein gewisses Geistig-Erotisches hereinkommen konnte in die menschlichen Vorstellungskräfte.

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Cite: GA 239/1924-06-09/p016 · edition original