Erster Vortrag
Die Sonne steht uns eben wirklich eigentlich am Himmel wie ein Zukunftswesen, während uns der Mond wie ein Vergangenheitswesen am Himmel steht. Es ist das andere Tor, das in die geistige Welt führt, es ist das Tor in die Zukunft hinein. Denn ebenso, wie wir gewissermaßen hereingeschoben werden ins irdische Dasein durch die Mondenwesen und Mondenkräfte, so werden wir im Tod wiederum herausgeschoben durch die Sonnenkräfte. Die Sonnenkräfte hängen mit demjenigen in uns zusammen, was wir noch nicht bewältigen, was uns sozusagen die Götter gegeben haben, damit wir nicht im Erdenleben verkümmern, sondern über uns hinausreichen. Und so sind wirklich Mond und Sonne die beiden Tore aus dem Weltenall heraus ins irdische und aus diesem ins geistige Leben hinein. Der Mond ist bewohnt von Wesenheiten, mit denen wir einmal verbunden waren in der Art, wie ich esgekennzeichnet habe. Die Sonne ist bewohnt von Wesenheiten, mit denen wir — mit Ausnahme des Christus — erst in der Zukunft unseres kosmischen Daseins verbunden sein werden. Der Christus wird uns führen zu seinen ehemaligen Genossen in der Sonne. Aber das ist durchaus für den Menschen die Zukunftswelt.
Cite:
GA 240/1924-01-25/p016 · edition original