Zweiter Vortrag

GA 240/1924-06-01/p013 ·1924-06-01 · original (original)
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Es stellte sich noch ein kleines Nebenereignis ein: Einige Freunde interessierten sich sehr stark für den Nachlaß jenes Vorbildes des Strader, setzten sich dafür ein, wollten mir das vorführen. Ich konnte kein Interesse dafür gewinnen. Ich mußte vorbeigehen, mußte alles überhören aus dem einfachen Grunde, weil das Interesse an dem Toten ein viel vehementeres ist, alles andere auslöscht. Ich will nur darauf hinweisen, wie der Mensch in diesem Rücklauf des Lebens viel stärker, viel intensiver erlebt, als er auf der Erde erlebt. Es ist das Erdenleben fast wie ein Traum gegenüber diesem Erleben. Aber es ist eben das negative Erleben, das Erleben der Folgen in dem anderen von dem, was wir getan und unterlassen haben. Daher darf es auch nicht als ein bloß schauderhaftes Leben dargestellt werden. Aber immerhin, der Mensch muß schon gewahr werden, welche von seinen Taten, welche seiner Gedanken, Empfindungen gerecht waren, welche ungerecht.

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