{"corpus":"steiner","locus":"GA 240/1924-06-01/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diese Saturnsphäre in ihrer besonderen Eigentümlichkeit und Wesenheit kennenzulernen, dazu ist eigentlich die Initiationswissenschaft eines höheren Alters notwendig. Denn sehen Sie, Sie können die Frage aufwerfen: Wie lernt man denn überhaupt kennen, was da auf den Sternen und so weiter lebt? Nun, ich habe Ihnen geschildert: Wenn der Mensch aufsteigt zum imaginativen Bewußtsein, dann schaut er in einem großen Tableau sein ganzes Leben, aber er schaut es auch in Epochen geteilt. Erlangt man die Inspiration und kommt wieder zum leeren Bewußtsein, so daß man auslöschen kann dieses Tableau, dann leuchtet aus jeder Epoche etwas auf. Statt daß man sein eigenes Leben zwischen der Geburt und dem siebenten Lebensjahre schaut, erblickt man an dieser Stelle des Lebenstableaus die Geschehnisse des Mondes: da kann man hineinblicken in die Geschehnisse des Mondes. — In der zweiten Lebensepoche glänzt gewissermaßen durch alles dasjenige, was sich abspielt zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife, das Merkurdasein. Dieses Leben der Schulzeit in diesem Tableau nach rückwärts gesehen, führt einen eben in das Merkurdasein. Bedenken Sie, wie geistreich eigentlich in der Zeit der instinktiven Weisheit auf der Erde den einzelnen Planeten ihre Funktionen zuerteilt waren! Die Statistik lehrt, daß der Mensch am gesündesten ist nicht in den Jahren zwischen Geburt und Zahnwechsel, auch nicht nach der Geschlechtsreife, sondern während der Schulzeit, weil da die Zeit ist, wo Merkur in den Menschen am meisten hereinwirkt, auch in das Erdendasein. — In der nächsten Epoche, zwischen der Geschlechtsreife und dem einundzwanzigsten, zweiundzwanzigsten Jahre ungefähr, sieht man die Vorgänge und Wesenheiten der Venus. Wieder ist es geistreich, daß der Geschlechtssphäre, wenn sie zu wirken beginnt, die Venussphäre zugeteilt wurde. — Zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Jahre das Sonnendasein; zwischen dem zweiundvierzigsten und neunundvierzigsten Jahre das Marsdasein; zwischen dem neunundvierzigsten und sechsundfünfzigsten Jahre das Jupiterdasein und zwischen dem sechsundfünfzigsten und dreiundsechzigsten Lebensjahre das Saturndasein. Und eigentlich kann man alle Zusammenhänge, die sich abspielen, an denen der Saturn beteiligt ist, für das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt auch als Initiierter erst sehen, wenn man über das dreiundsechzigste Lebensjahr hinaus ist. Vorher kann man auf die verschiedenste Weise von diesem Dasein erfahren; aber aus eigener Anschauung im Zusammenhang die Dinge sehen kann man erst, wenn man das dreiundsechzigste Lebensjahr überschritten hat. Nun werden Sie begreifen, warum ich erst jetzt spreche über etwas, was mit dem Saturndasein zusammenhängt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zweiter Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-06-01","location":null,"word_count":386,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/240/1924-06-01/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/240/1924-06-01/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/240/1924-06-01/p024"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}