Zweiter Vortrag

GA 240/1924-06-01/p029 ·1924-06-01 · original (original)
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Diese Dinge müssen mit einem freien, umfassenden Sinne beobachtet werden. Wenn ich Ihnen sage: Goethe hat das, was er im alten Griechenland veranlagt hatte, umgewandelt in der Jupitersphäre in das instinktiv Weisheitsvolle, das kommt ja aus allem hervor, was er geschaffen hat, durch die Wesen, die dort wirken, so geschieht das bei einem anderen wieder anders. Da lebte, als die mexikanische Kultur sehr im Niedergange war, eine Individualität; es waren noch die Nachklänge und auch der Kultus aus den Mysterien da. Sehr stark lebte darinnen, in all dem Magischen, Dekadenten einer Mysterienzeit Mexikos eine Individualität, die sehr genau wußte, wie es sich mit der Lebendigkeit von Quetsalkoatl, Tetzkatlipoka, Taotl verhält. Die gewöhnlichen Kulturhistorien enthalten gewöhnlich kaum mehr als die Namen. Aber von all diesen Göttern, Quetsalkoatl, Tetzkatlipoka, Taotl, gab es ganz lebendige Vorstellungen, Beziehungen des Menschen zu überirdischen Wesenheiten. Das durchschaute die Individualität, die ich meine, wurde dann verhältnismäßig schnell ohne ein Zwischenerdenleben wiederum geboren, lebte im 19, Jahrhundert als der magischokkulte Eliphas Levi, nachdem er im Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durch die Jupitersphäre gegangen war. Zauberisches, Magisches, Abgelebtes hat er im alten Mexiko aufgenommen. Das hat sich in der Jupitersphäre so umgestaltet, daß sich dieses Eigentümliche, aber Weisheitsvoll-Primitive - eine Weisheit minderer Sorte ergeben hat, wie es in den Büchern von Eliphas L£vi ist. Dasselbe, was bei Goethe in der Jupitersphäre dieses milde olympische Feuer, diese überragende Weisheit hervorgebracht hat wegen des früheren Erdenlebens, das bringt bei Eliphas Levi ein etwas scharlatanhaftes Herumreden in allerlei Zaubersprüchen hervor. Maßgebend für das, was die Sterne aus unserem Karma machen, sind schon die Erdenleben. Aber die Sterne - das heißt die Wesen, die da sind, wo die Sterne das Dasein dieser Wesen anzeigen -, sie gestalten dasjenige zum Karma um, was sich auf der Erde hier zum Karma veranlagt.

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Cite: GA 240/1924-06-01/p029 · edition original