{"corpus":"steiner","locus":"GA 240/1924-07-18/p029","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nachdem jene Persönlichkeit, die durch Sonnenstich und durch das Herüberwehen dessen, was in der Schule von Chartres gepflegt wurde, so hineingeschaut hatte in das Leben und Weben der Göttin Natura und dann weiter diese Intuition auf sich wirken ließ, schaute sie das Wirken der Elemente, Erde, Wasser, Luft, Feuer, wie man es in den alten Mysterien gesehen hat: das machtvolle Weben der Elemente. Dann sah sie die Geheimnisse der Menschenseele, sah jene sieben Mächte, von denen man wußte, daß sie die großen himmlischen Unterrichter des Menschengeschlechtes sind. Das wußte man in den ersten christlichen Jahrhunderten. Damals hat man nicht von solchen abstrakten Lehren gesprochen, wie das heute geschieht, wo man irgend etwas durch Begriffe und Ideen lehrt. In diesen ersten christlichen Jahrhunderten sprach man davon, daß man aus der geistigen Welt unterrichtet wird durch die Göttinnen Dialektik, Rhetorik, Grammatik, Arithmetik, Geometrie, Astrologie oder Astronomie und Musika. Diese sieben stellte man nicht abstrakt vor, wie in späterer Zeit: sie schaute man, sie sah man vor sich, ich kann nicht sagen leibhaftig, aber seelenhaftig. Man ließ sich unterrichten von diesen himmlischen Gestalten. Später erschienen sie den Menschen nicht mehr als die lebendigen Göttinnen Dialektik, Rhetorik und so weiter in einer einsamen Vision, sondern in abstrakten Formen, in abstrakt-theoretischen Lehren.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1924-07-18","location":null,"word_count":207,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/240/1924-07-18/p029","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/240/1924-07-18/p029"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/240/1924-07-18/p029","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 260a/1924-07-18","ga":"260a","lecture":"1924-07-18","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}