Erster Vortrag
Denn sehen Sie, in den achtziger, neunziger Jahren, da verlief so manches, was die Menschen bewunderten, worinnen sie erzogen wurden, woran sie sich selbst erzogen. Nun, in vielen hochtrabenden Worten wird ja gerade von den neueren Literaten dieses Zeitalter geschildert. Nehmen Sie alles, was Zeitschriften gebracht haben, was die Kunst gebracht hat, was da aufgetreten ist in den achtziger, neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, das verfließt so: 1879, 1880, 1890 und so weiter. Aber gerade in diesen Jahren gab es noch ein anderes Geschehen. Da war ein dünner Schleier, und hinter diesem dünnen Schleier, da war eine an unsere physische Welt stark angrenzende Welt. Das war das Eigentümliche vom Ende des 19. Jahrhunderts. Das war das Eigentümliche der Zeit vor dem Ablauf des Kali Yuga — das Kali Yuga lief ja mit dem 19. Jahrhundert ab -, wie durch einen spinnwebendünnen Schleier, den nur das gewöhnliche Bewußtsein nicht durchdringen kann, war da angrenzend eine Welt: da spielte sich das ab, was immer mehr und mehr herauskommen muß in die physische Welt und was in der physischen Welt in seinen Wirkungen sich zeigen muß.
Cite:
GA 240/1924-08-12/p046 · edition original