Das innere Beleben der Seele durch die Eigenschaften des Metallischen
Vor allen Dingen steht derjenige, der die Welt geistig betrachtet, das heißt, der die Physis, die physischen Substanzen auch so betrachten kann, daß er in ihnen das dahinter wirkende Spirituelle sieht, in einer für ihn sehr bedeutsamen Weise vor dem Mysterium des Merkur. Das Metall Merkur ist ja nur ein Teil dessen, was man in der Geisteswissenschaft im allgemeinen das Merkuriale nennt; Metallisch-Flüssiges, alles, was metallisch-flüssig ist, ist das Merkuriale, nur daß in unserem Naturzustande eben nur das eine Metall Quecksilber metallisch-flüssig ist und daher merkurial ist. Aber das ist ja nur ein Individuum aus der Gattung des Merkurialen. Wenn man in der Geisteswissenschaft von dem Merkurialen spricht, so spricht man von allem Merkurialen, betrachtet das Quecksilber nur als den Repräsentanten des Merkurialen. Dieses Quecksilber, beziehungsweise das Merkur, gibt in der Tat ein bedeutsames Mysterium. Seine Wirksamkeit auf den Menschen ist so, daß es überhaupt alles das vom Menschen ausschaltet, was der Mensch an Wirkungen aus der physischen Welt erfährt, und auch noch aus der Welt, die ich eben jetzt beschrieben habe, aus der elementarischen Welt.
Cite:
GA 243/1924-08-15/p029 · edition original