Initiationserkenntnisse
Wenn wir im gewöhnlichen Bewußtsein des Erdenlebens zwischen Geburt und Tod stehen, dann haben wir die Erdenumgebung um uns. Wir hätten nicht mehr die bloße Erdenumgebung um uns, wenn der Traum nicht chaotisch wäre, wenn wir im tiefen traumlosen Schlaf wahrnehmen würden für das gewöhnliche Bewußtsein. Man hat eben da andere Wahrnehmungs- oder Bewußtseinszustände, nicht bloß die gewöhnlichen. Aber man kann das Folgende sich vor Augen stellen. Das gewöhnliche Bewußtsein hat die Erdenwelt um sich. Ich will also das, was die nächste Umgebung der Erde ist - in das Innere der Erde sieht man ja nicht hinein —, so andeuten (siehe Zeichnung $. 130, grün). Das ist also, was man zunächst im gewöhnlichen Bewußtsein vor sich hat. Alles übrige im Weltenall, Sonne, Mond, die anderen Sterne leuchten in diese Sphäre herein. Man sieht sozusagen ihre kosmischen Andeutungen bei Sonne und Mond stärker, bei den übrigen Sternen schwächer. Sie liefern Andeutungen in diese physische Welt herein. Und die Physiker würden ja recht erstaunt sein, wenn sie auf ihre Art - denn auf unsere Art wollen sie es ja nicht — erfahren könnten, wie es da wirklich aussieht, wo der Mond ist, oder wo die Sonne ist. Denn so sieht es nicht aus, wie das in den Handbüchern der Astronomie oder der Astrophysik und dergleichen steht! Es sind ja nur Andeutungen, die man so sieht. Und man macht es ja auch im gewöhnlichen Leben in der Regel nicht so, wenn ein Mensch, den man kennenlernen will, vor einem steht, und man mit ihm reden kann, daß man sagt: Das ist ungenau, was ich da erfahre von dem Menschen; der muß recht weit weggehen, so daß ich ihn kaum sehe, dann werde ich ihn viel genauer kennen; ich will ihn dann beschreiben.
Cite:
GA 243/1924-08-16/p043 · edition original