Initiationserkenntnisse
Gewiß, es ist durch die Weltennotwendigkeit herbeigeführt, aber die Physiker können ja nur die Sterne beschreiben, wenn sie recht weit weg sind. Aber das erweiterte Bewußtsein, das verwandelte Bewußtsein versetzt einen eben in die Sternenwelten selber. Und das erste, was man dabei lernt, ist eigentlich, über diese Sternenwelten ganz anders zu sprechen, als man im gewöhnlichen Leben über sie spricht. Im gewöhnlichen Leben sagt man: Ich stehe hier. Wenn es Nacht ist, sehe ich da drüben den Mond. — Das ist ja richtig. Man muß erst in ein anderes Bewußtsein hineinschlüpfen, wenn man anderes sagt. Das dauert zuweilen oft lang. Aber dann, wenn man in ein anderes Bewußtsein hineinschlüpft und dann etwa folgendes machen kann: hinschauen auf dasjenige, was man durchlebt hat mit dem ersten Bewußtsein, das dem Toten folgen kann, hinschauen auf das, was man durchlebt hat von der Geburt bis zum 7. Lebensjahre, bis zum Zahnwechsel, das dann in die Inspiration eingerückt ist, so daß es innerliche Kraft des Schauens geworden ist — dann sieht man eine andere Welt um sich. Die gewöhnliche verblaßt, wird undeutlich, eine andere Welt sieht man um sich.
Cite:
GA 243/1924-08-16/p044 · edition original