Sternenerkenntnis

GA 243/1924-08-18/p008 ·1924-08-18 · original (original)
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Wenn derjenige, der das geschichtliche Leben der Menschheit im geisteswissenschaftlichen Sinne erforschen will, an dieses Zeitalter, also sagen wir, an das Dante-Zeitalter herantritt, an das Giotto-Zeitalter herantritt, an dasjenige Zeitalter also, in dem sich die Renaissance vorgebildet, präpariert hat, dann hat er den Eindruck, er müsse in der geistigen Welt unbedingt mit Menschen verkehren, das heißt mit entkörperten Menschenseelen; er müsse gewissermaßen auch Aug in Auge, natürlich vergleichsweise gesprochen, den Menschenseelen, wie sie leben zwischen ihrem letzten Tode und ihrer nächsten Geburt, entgegentreten. So hat man mit der Initiationserkenntnis das entschiedene Gefühl, man möchte mit einer solchen Individualität, wie die des Brunetto Latini ist, sagen wir, geistig so verkehren als Mensch, wie man hier innerhalb der physischen Welt mit Menschen verkehrt. Ich habe auch versucht, in meine Darstellungen das einfließen zu lassen. Deshalb stellte ich dieses Zeitalter, wenn ich von Joachim de Fiore, von Brunetto Latini sprach, so dar, daß man merken konnte, da ist ein Bedürfnis vorhanden, möglichst persönlich, möchte ich sagen, die Schilderung zu geben. Ich sprach vom «auf die Schulter klopfen» und dergleichen.

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