Philosophie und Theosophie

GA 246/1908-08-17/p020 ·1908-08-17 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Und es war nur natürlich, dass, nachdem dieser Abgrund sich einmal aufgetan hatte, Wissen und Glauben immer mehr auseinandergedrängt wurden. Und natürlich war es auch, dass man Aristoteles und seine Denktechnik hineinzog in diesen Riss, der sich durch die historische Entwicklung aufgetan hatte. Insbesondere wurde er im Beginne der Neuzeit hineingezogen. Da sagte man auf der Seite der Wissenschafter - und vieles von dem, was sie sagten, können wir als begründet ansehen: Mit dem bloßen Fortspinnen des schon bei Aristoteles Gegebenen kann man doch keine Fortschritte in der empirischen Wahrheitsforschung machen. Außerdem gestaltete sich die geschichtliche Entwicklung so, dass es misslich wurde, mit den Aristotelikern eine Vereinigung zu haben, ja als die Zeit des Kepler und [des] Galilei heraufkam, da war der missverstandene Aristotelismus eine wahre Landplage geworden.

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