{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1908-08-17/p033","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir brauchen uns nur mit einigen Fundamental-Begriffen des Aristoteles zu befassen, um das einzusehen. Es ist durchaus in seinem Sinne zu sagen: Wenn wir die Dinge um uns herum analysieren, finden wir zunächst das, was uns eine Erkenntnis dieser Dinge verschafft, dadurch, dass wir mit dem Sinn wahrnehmen: Der Sinn liefert uns das einzelne Ding. Wenn wir aber anfangen zu denken, da gruppieren sich uns die Dinge, wir fassen verschiedene Dinge in einer Denkeinheit zusammen. - Und nunmehr findet Aristoteles die richtige Beziehung zwischen dieser Gedankeneinheit und einem objektiv Wirklichen, jenem Objektiven, das zu dem Ding an sich führt - indem er zeigt, dass wir bei konsequentem Denken die Erfahrungswelt um uns herum zusammengesetzt denken müssen aus Materie und aus dem, was er die Form nennt. Materie und Form sind für Aristoteles zwei Begriffe, die er in dem einzig richtigen Sinne, wie sie geschieden werden müssen, wirklich scheidet. Wir könnten stundenlang reden, wenn wir diese beiden Begriffe und alles, was damit zusammenhängt, erschöpfen wollten. Aber einiges Elementare wollen wir wenigstens herbeitragen, um zu verstehen, was Aristoteles als Form und Materie unterscheidet. Er ist sich klar darüber, dass es in Bezug auf alle Dinge, die zunächst um uns herum sind, die unsere Erfahrungswelt bilden, dass es bei all dem für das Erkennen darauf ankommt, dass wir die Form ergreifen, denn die Form gibt den Dingen das Wesentliche, nicht die Materie. Die Form ist für Aristoteles das Wesentliche.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Philosophie und Theosophie","site_heading":null,"date":"1908-08-17","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1908-08-17/p033","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1908-08-17/p033"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1908-08-17/p033","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}