{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1908-08-17/p049","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Abbild dieser reinen Aktualität findet sich nun im Menschen selbst, wenn er aus dem reinen Denken heraus zu dem Begriff des «Ich» kommt. Da ist er im Ich bei etwas, was Fichte als Tathandlung bezeichnet. Er kommt in seinem Innern zu etwas, was, indem es in Aktualität lebt, zugleich mit dieser Aktualität seine Materie mit hervorbringt. Wenn wir das Ich im reinen Gedanken fassen, dann sind wir in einem Zentrum, wo das reine Denken zugleich essenziell sein materielles Wesen hervorbringt. Wenn Sie das Ich im Denken fassen, so ist ein dreifaches Ich vorhanden: ein reines Ich, das zu den Universalien «ante rem» gehört, ein Ich, in dem Sie drinnen sind, das zu den Universalien «in re» gehört, und ein Ich, das Sie begreifen, das zu den Universalien «post rem» gehört. Aber noch etwas ganz Besonderes ist hier: Für das Ich verhält es sich so, dass, wenn man sich zum wirklichen Erfassen des Ich aufschwingt, diese drei «Ichs» zusammenfallen. Das Ich lebt in sich, indem es seinen reinen Begriff hervorbringt und im Begriff als Realität leben kann. Für das Ich ist es nicht gleichgültig, was das reine Denken tut, denn das reine Denken ist der Schöpfer des Ich. Hier fällt der Begriff des Schöpferischen mit dem Materiellen zusammen, und man braucht nur einzusehen, dass wir in allen andern Erkenntnisprozessen zunächst an eine Grenze stoßen, nur beim Ich nicht: Dieses umfassen wir in seinem innersten Wesen, indem wir es im reinen Denken ergreifen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Philosophie und Theosophie","site_heading":null,"date":"1908-08-17","location":null,"word_count":242,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1908-08-17/p049","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1908-08-17/p049"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1908-08-17/p049","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}