{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1909-12-12/p035","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Sehen Sie sich einmal die Völker am Nordpol an. Wenn nicht eine gewisse Verstandes- und Gemütskultur eindringt bei ihnen — und wenn das geschieht, dann haben sie große Mühe, sie sich anzueignen -, dann verfallen sie in Apathie wegen der Verteilung von Winter und Sommer, wie sie sich um den Nordpol herum zeigt. Ebenso ist es in tropischen Gegenden mit ihren langen Sommern. Da verfällt der Mensch auch in Apathie. Jene Kultur aber, die an die Verstandesseele gebunden ist, kann eintreten in den gemäßigten Zonen, die ihren regelmäßigen Wechsel von Sommer und Winter haben. Das hängt damit zusammen, dass das eigentümliche Verhältnis von Verstandes- oder Gemütsseele zum Ätherleib nur eintreten kann, wenn der Mensch wirklich das erlebt, was man nennen kann alle jene Sehnsucht nach dem Frühling, wie sie in der gemäßigten Zone sich zeigt, alle jene Fröhlichkeit, die dann im Sommer da ist, alle jene Wehmut, die im Herbst sich einstellt, und alles das, was im Winter erlebt werden kann. Dieser Rhythmus ist notwendig, damit der Ätherleib so gedeihen kann, dass darinnen die Verstandes- oder Gemütsseele in richtiger Weise wohnen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Über den Einfluss von Sonne und Mond auf den Menschen","site_heading":null,"date":"1909-12-12","location":null,"word_count":182,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1909-12-12/p035","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1909-12-12/p035"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1909-12-12/p035","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}