Seligpreisungen

GA 246/1910-02-13/p003 ·1910-02-13 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Die Sehnsucht nach geistiger Vertiefung, nach der Beschäftigung mit den geistigen Untergründen des Daseins treibt den Menschen zur Theosophie. Der Mensch darf nicht glauben, dass er nun ohne Weiteres seine ganz bestimmte Art vorzustellen, zu empfinden, zu denken ablegen und sich lossagen kann von dem, was sich hineingeprägt hat in die Seele aus den Erlebnissen vorher. Es ist schwer, nun wirklich in der richtigen Art sich zu stellen zu dem, was wir als Begriffe, als Ideen, als geistige Gesetze kennenlernen. Die theosophischen Gesetze dürfen nicht bloße Lehre bleiben - darauf kommt es an, dass, nachdem man diese Ideen und Lehren kennengelernt hat, man auch die richtigen Empfindungen und Gefühle gerade gegenüber diesen Ideen bekommen kann. Wenn wir über irgendeine Sache die Wahrheit begriffen haben, haben wir noch nicht alles, was wir dieser Wahrheit verdanken sollen. Darauf kommt es an, wie wir uns zu einer Wahrheit stellen, wie wir uns in der Seele durchdringen lassen von der betreffenden Wahrheit, ob wir in die Lage kommen, irgendeine Erkenntnis in der richtigen Weise wichtig oder unwichtig zu nehmen.

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