32. Moral und Karma
Denken wir uns zum Beispiel einen Menschen, der uns Gutes erwiesen hat zu einer Zeit, wo wir uns selber noch nicht leiten konnten. Da zeigt sich nun ein großer Unterschied zwischen Gutem und Gutem, welches unverdient ist- man spricht ja von einem unverdienten Guten -, und man kann beobachten, dass bei dem einen dieses Gute, das unverdiente, sehr gut anschlägt, bei dem andern aber nützt es nichts. Dem Hellseher zeigt sich nun da etwas ganz Besonderes: Die Guttaten, die der andere uns erwiesen hat, ehe wir sie von ihm verdient haben, die zeigen sich dem Hellseher als ein von uns am anderen wiederverdientes Gutes. Sind sie dieses, so schlagen sie bei uns an. Waren sie das nicht, so können sie bei uns nicht anschlagen.
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GA 246/1910-11-12/p023 · edition original