Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II
Wenn die Zoologen über dieses Faktum nachdenken würden, so würden sie weniger betonen, dass zum Beispiel Mensch und Tier so und so viele gleichartige Muskeln haben und so weiter, denn so etwas kommt viel weniger in Betracht als die Tatsache, dass der Mensch nicht von vornherein seine Gleichgewichtslage mitbekommt; denn die muss er sich erst selbst verschaffen. Es ist ungeheuer bedeutungsvoll, dass der Mensch an sich selbst arbeiten muss, um sich aus einem Wesen, das am Boden kriecht, zu einem solchen zu machen, das aufrecht gehen kann. Der Mensch ist es selbst, der sich seine vertikale Lage, seine Gleichgewichtslage im Raum gibt, der sich in ein Verhältnis zur Schwerkraft bringt.
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GA 246/1911-06-06/p009 · edition original