{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1911-06-06/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Zweite, was der Mensch selber sich lehrt - wirklich aus jener Individualität heraus, die von Inkarnation zu Inkarnation, von Verkörperung zu Verkörperung geht -, ist die Sprache, durch die er die Wahrheit von seinen Mitmenschen erfährt und selber ausdrücken kann. Diejenigen Pädagogen, die tiefer hineinsehen in das menschliche Getriebe, wissen sehr gut, dass ein Mensch, der hinausversetzt würde auf eine einsame Insel und nicht mit anderen Menschen zusammen wäre, die Sprache nicht lernen würde. Was wir ererbt erhalten, was eingepflanzt ist für spätere Jahre, sodass es den Vererbungsprinzipien unterliegt, das hängt nicht davon ab, dass der Mensch mit seinen Mitmenschen zusammen ist. Wir sind zum Beispiel von vorneherein durch die Vererbungsverhältnisse dazu veranlagt, im siebenten Jahre die Zähne zu wechseln. Da können wir draußen auf einer einsamen Insel sein; wenn wir nur die Möglichkeit haben aufzuwachsen, werden wir die Zähne schon wechseln. Sprechen aber lernen wir nur, wenn unser Seelenwesen als solches angeregt wird; wenn das angeregt wird, was wir von Leben zu Leben tragen. Wir müssen in jener Zeit den Keim für unsere Kehlkopfentwicklung formen, wo wir noch nicht unser Ich-Bewusstsein haben. Vor der Zeit, bis zu der wir uns zurückerinnern, müssen wir den Keim legen zur Formung unserer Kehlkopfentwicklung, sodass unser Kehlkopf ein Sprachorganismus werden kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II","site_heading":null,"date":"1911-06-06","location":null,"word_count":209,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1911-06-06/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}