Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II

GA 246/1911-06-06/p013 ·1911-06-06 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Warum können wir so viel lernen in den allerersten Jahren unseres Lebens? Wir könnten wirklich, wenn es auf unsere Klugheit ankäme, das nicht vollbringen, was wir ohne unsere Klugheit in unserer ersten Lebenszeit vollbringen, was wir noch aus dem Unbewussten heraus — aber nicht minder aus unserer Seele, aus unserer Individualität heraus - in den allerersten Jahren vollbringen. Warum können wir das alles? Nun, wir können es aus dem Grunde, weil wir in den ersten Jahren unseres Lebens mit unserer Seele, mit unserer ganzen Individualität viel mehr angeschlossen sind an die geistigen Welten der höheren Hierarchien als später. Für den Hellseher, der eine geistige Entwicklung durchgemacht hat, sodass er die wirklichen geistigen Vorgänge verfolgen kann, tritt mit dem Zeitpunkte, wo der Mensch sein Ich-Bewusstsein erlangt hat, etwas ungeheuer Bedeutungsvolles ein. Während das, was wir die «kindliche Aura» nennen, in den ersten Lebensjahren wie eine wunderbar goldige, menschlich-übermenschliche Intelligenz das Kind umschwebt, [und zwar] so umschwebt, dass diese kindliche Aura, der eigentliche höhere Teil des Menschen, überall seine Fortsetzung in die geistige Welt hinein hat, dringt in jener Zeit, wo das Kind lernt, zu sich «Ich» zu sagen, diese Aura mehr in das Innere hinein.

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Cite: GA 246/1911-06-06/p013 · edition original