{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1911-06-06/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Mensch lernt, sich als Ich zu empfinden, als Ich zu erkennen, indem das, was früher an die höheren Welten angeschlossen ist, in sein Ich hineingeht. Von da ab lernt er alles durch sein Bewusstsein, lernt überall sich selber in Verbindung zu bringen mit der Außenwelt. Das hat er früher nicht getan. Früher waren die Dinge so, als wenn sie wie eine wunderbare Traumwelt über ihm schwebten. Aber er wirkte auch aus dem Geiste herein, wirkte so tief in seine Körperlichkeit herein, dass er sein Gehirn aus dem Geiste heraus formen konnte. Ich habe schon darauf aufmerksam gemacht, dass man nicht mit Unrecht sagt: «Von einem Kinde kann auch der Weiseste noch lernen.» - Größte Meister können von Kindern lernen. Warum? Weil man - wenn ich den trivialen Ausdruck gebrauchen darf - an dem, was das Kind umgibt als Aura, etwas wie einen «Telefonanschluss» nach den geistigen Hierarchien hat, nach der geistigen Welt. Da strömt aus den geistigen Welten etwas ein in die kindliche Aura, in den Menschen, und der Mensch ist da unmittelbar als einzelnes Wesen unterstehend der Führung der ganzen geistigen Welt. Die geistigen Kräfte aus der ganzen geistigen Welt strömen in den Menschen ein. Sie sind es, die ihn aufstellen, die ihn so weit bringen, dass er die Schwerkraft überwindet; sie sind es, die seinen Kehlkopf formen, die sein Gehirn so formen, dass es ein lebendiges Glied für Gedanken, Empfindungen und Moralität wird. Da arbeitet die ganze geistige Welt in den Menschen herein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II","site_heading":null,"date":"1911-06-06","location":null,"word_count":246,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1911-06-06/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}