Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II

GA 246/1911-06-06/p020 ·1911-06-06 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Die eine Hälfte der Antwort können Sie sich leicht geben; denn sie liegt in Folgendem. Wenn jene höheren Kräfte in derselben Weise weiterwirkten, würden wir immer Kinder bleiben, würden wir nicht zum Ich-Bewusstsein kommen. Es muss hineingehen, was vorher von außen gewirkt hat. Aber es gibt einen bedeutungsvolleren Grund, der uns noch mehr aufklären kann als das eben Gesagte über die Geheimnisse des Menschenlebens, und das ist Folgendes. Durch die theosophischen Mittel, welche Sie aus den bisherigen Vorträgen oder sonst wie kennengelernt haben, erfahren wir, dass der menschliche Leib, wie er heute ist, etwas Gewordenes ist, dass er in früheren Zeiten einer Evolution unterlegen ist. Wir wissen auch, dass er diese Evolution so durchgemacht hat, dass auf ihn verschiedene Kräfte gewirkt haben, gewirkt haben auf den physischen Leib, auf den Ätherleib und auf den Astralleib, welche den menschlichen physischen Leib und auch den Ätherleib nicht so gestaltet haben, wie er geworden wäre, wenn die Kräfte solcher Wesenheiten, die wir die luziferischen und die ahrimanischen nennen, nicht auf ihn gewirkt hätten. Der menschliche Leib ist hervorgegangen aus Kräften, die ihn in einer gewissen Weise schlechter gestaltet haben, als er geworden wäre, wenn nur die eine Art von Kräften wirksam gewesen wäre, die von den guten, die Menschheit vorwärtsbringenden göttlichen Wesenheiten herstammten. Das ist ja die Ursache von Leiden und Krankheit - und auch des Todes, dass auch noch jene anderen Kräfte, die luziferischen und die ahrimanischen - gewaltet haben. Was wir durch die Geburt ins Dasein hereinbringen, das ist besser als alles, was sonst an uns ist; es enthält allerdings Kräfte der höchsten Geistigkeit.

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