Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II
Wenn nun ein Mensch vor uns stünde und es durch irgendwelche Weltenmächte bewirkt werden könnte, dass das gewöhnliche Ich von dem Menschen entfernt würde - wir müssten also annehmen: Es könnte erreicht werden, dieses gewöhnliche Ich, das mit dem Menschen durch die Inkarnationen gegangen ist, aus [dem] physischen Leib, [dem] Ätherleib und [dem] Astralleib zu entfernen, und wir könnten in ihn ein solches Ich bringen, das im Zusammenhange wirkt mit den geistigen Welten - was würde mit einem solchen Menschen geschehen? Nach drei Jahren müsste sein Leib zerbrechen! Es müsste etwas geschehen durch das Weltenkarma, dass er nicht länger als drei Jahre in diesem Leibe leben könnte! Erst am Ende der Erdenlaufbahn wird der Mensch das in sich fühlen können, was ihn länger leben lässt als drei Jahre. Aber dann wird der Mensch sich auch sagen: Nicht ich, sondern dieses Höhere in mir, das immer da war, das arbeitet jetzt in mir. - Einstweilen kann er das noch nicht sagen, sondern er könnte höchstens sagen: Er spürt es, aber er ist noch nicht mit seinem wirklichen realen Menschheits-Ich dahin gekommen.
Cite:
GA 246/1911-06-06/p025 · edition original