Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II

GA 246/1911-06-06/p033 ·1911-06-06 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Es ist nicht gut, wenn man in der Geisteswissenschaft oder Theosophie oder überhaupt im Okkultismus viel definiert, viel in Begriffen redet. Besser ist es, wenn man charakterisiert und eine Empfindung hervorzurufen versucht von dem, was ist. Deshalb versuchte ich heute, eine Empfindung hervorzurufen von dem, was ist, was ist in den ersten drei Jahren unseres Lebens, eines jeden menschlichen Lebens, und was herauskommt, wenn wir uns das Leben beleuchten lassen von jenem Lichte, das ausstrahlt von dem Lichte des Kreuzes auf Golgatha. Denn dann erhalten wir eine Empfindung, ein Gefühl davon, wie ein Impuls durch die menschliche Evolution geht, von dem man mit Recht sagen kann, dass das paulinische Wort «Nicht ich, sondern der Christus in mir!» Wahrheit werden muss. Braucht man dazu auf irgendeine «positive» Urkunde zu schwören? Braucht man irgendein äußeres Dokument, um zu dieser Christus-Kraft zu kommen? Nein! Man braucht nur zu wissen, was der Mensch in Wahrheit ist. Daher ist nichts «positiv» Christliches in dieser Christus-Idee, wie sie die Theosophie hinstellt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p033.json
Cite: GA 246/1911-06-06/p033 · edition original