{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1911-06-06/p037","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Was wird nun jemand sagen, der einige Schüler gefunden hat, einige Leute, die sich zu ihm bekennen, und wenn er das auf sich wirken lässt, was wir jetzt hervorgehoben haben? Nehmen wir an, er findet Bekenner, Schüler in der Welt, die auf ihn hören, ihn vielleicht bis zu einem gewissen Grade verehren. Wenn er nun nicht ein Mensch ist, wie es in einem materialistischen Zeitalter viele gibt, sondern ein Mensch, der alles das in seiner majestätischen Größe durch sein Herz ziehen lassen kann, so wird er sagen: Ich habe gefunden, was ich aber keinem Schüler geben kann, was ich nicht durch das gewöhnliche Ich weitergeben kann, das da mit diesen Schülern herumgeht. Ich weiß eigentlich nicht so recht in diesem Momente das zu sagen, was der Bekenner finden kann. Ich fühle, dass etwas ganz Unbestimmtes, etwas ganz Unbewusstes in mir Größtes wirkt! - So wird etwa ein solcher Mensch sagen. Er wird sich so fühlen, wie er als ganzer Mensch ein Werkzeug wäre einer höheren Individualität, die aus dumpfer Dämmerung hereinleuchtet, sodass der Gedanke nahetritt: Als ich Kind war, habe ich alles an mir gemacht, was aus der geistigen Welt hereinwirkt; und das, was ich jetzt als mein Bestes tun kann, wirkt auch aus höheren Welten herein; ich darf es mit meinem gewöhnlichen Bewusstsein gar nicht anrühren! - Ja, er darf sagen: Etwas Dämonisches, etwas wie ein Dämon - aber das Wort «Dämon» im besten Sinne genommen - das wirke herein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II","site_heading":null,"date":"1911-06-06","location":null,"word_count":241,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p037","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p037"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1911-06-06/p037","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}