Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II

GA 246/1911-06-06/p038 ·1911-06-06 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

So etwas empfand Sokrates, von dem Platon erzählt, dass er von seinem «Dämon» sprach, von dem, was ihn lenkt und leitet. Viel hat man versucht, um diesen «Dämon» des Sokrates zu erklären. Aber man kann es nur erklären, wenn man sich dem Gedanken hingeben kann, dass Sokrates so etwas empfinden konnte, wie es hervorgeht aus einer Betrachtung, wie wir sie heute gepflogen haben. Dann können wir auch wieder begreifen, dass durch die drei bis vier Jahrhunderte, da das sokratische Prinzip in Griechenland gewirkt hat, eine solche Stimmung, die durch Sokrates in die griechische Welt hereintrat, vorbereitend wirken konnte für ein anderes großes Ereignis. Die Stimmung, dass der Mensch nicht so, wie er dasteht, dasjenige ganz ist, was aus höheren Welten hereinragt — diese Stimmung ging fort.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p038.json
Cite: GA 246/1911-06-06/p038 · edition original