{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1911-06-06/p040","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Da fühlen wir wieder etwas von geistiger Führung der Menschheit: Nichts kann in die Welt hineingestellt werden ohne Vorbereitung. Warum hat Paulus gerade die besten Anhänger in Griechenland gefunden? Weil dort durch den Sokratismus der Boden vorbereitet war durch die Stimmung, die wir jetzt charakterisiert haben. Das heißt: Was jetzt geschieht, führt uns zurück zu Ereignissen, die früher dort gewirkt haben und die Menschen reif gemacht haben, um das Spätere auf sich wirken zu lassen. Fühlen wir da nicht, wie weit der Impuls reicht, der durch die menschliche Evolution geht und im rechten Moment die richtigen Menschen dort hinstellt, wo sie für die Evolution gebraucht werden, der uns aber auch in manchem Lebensmomente über uns selbst hinaushebt, wo wir zu einer wahren Selbsterkenntnis kommen, wo wir uns anzustrengen versuchen, um über den gewöhnlichen Menschen hinaus zum Schauen von höheren Welten zu kommen, zu Kräften zu kommen, die der gewöhnliche Mensch nicht hat. Im gewöhnlichen Leben machen wir uns oft krank und so weiter. In uns sind die Kräfte, die uns töricht und krank und unklug machen; in uns sind die Kräfte, welche uns über uns selbst in der Welt hinausführen. So walten die Kräfte, die im geschichtlichen Werden walten, die in der einzelnen Individualität walten. So im Walten der ganzen Menschheit - so in der einzelnen Individualität. Lernen wir das fühlen. Fühlen wir das, was als Kraft und Impuls von Epoche zu Epoche, aber auch von Lebensalter zu Lebensalter durch die Menschen geht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit II","site_heading":null,"date":"1911-06-06","location":null,"word_count":243,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p040","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-06/p040"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1911-06-06/p040","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}