Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III
Wir versuchten uns gestern, eine Empfindung von dem zu verschaffen, was in das Menschenleben hereinragt aus höheren Welten, und was wir so ansprechen können, dass wir sagen: Wir fühlen in ihm etwas wie eine Führung sowohl des einzelnen Menschen wie der ganzen Menschheit. Und wir mussten, um eine Vorstellung, eine Empfindung von dieser Führung zu erhalten, unseren geistigen Blick hinwenden zu jener Epoche des einzelnen menschlichen Lebens, in welchem der Mensch als solcher noch nicht vollbewusst ist, aber dafür umso intensiver arbeitet an seinem äußeren physischen Menschen: Wir mussten, um das Höchste im Menschen zu entdecken, unseren Blick nach demjenigen wenden, was da arbeitet, bevor wir unser gegenwärtiges Bewusstsein für die Zeit zwischen Geburt und Tod erhalten haben; in das erste Kindheitsalter mussten wir blicken.
Cite:
GA 246/1911-06-07/p003 · edition original