Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III

GA 246/1911-06-07/p018 ·1911-06-07 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Von diesem Hereinklingen dessen, was die Götter wussten, was die Götter konnten, nahmen die alten Kulturen ihren Ausgang. Erst nach und nach in der nachatlantischen Zeit schloss sich sozusagen das Tor gegenüber der göttlich-geistigen Welt, die ja während der atlantischen Zeit noch völlig offen war für die menschliche Seele. Und man empfand in den verschiedenen Ländern, bei den verschiedenen Völkern, wie der Mensch immer mehr und mehr auf sich selber angewiesen wurde — wie das Kind auch. Erst ragt die göttlich-geistige Welt herein durch die unbewusste Seele des Kindes, die am Kinde schafft; dann kommt der Augenblick, wo der Mensch zu sich «Ich» sagen lernt, bis zu dem er sich dann im späteren Leben zurückerinnert; vorher aber liegt eine Zeit, an die man sich normalerweise im alltäglichen Leben nicht zurückerinnert. Da liegt das, von dem wir gesagt haben, dass der Weiseste noch lernen kann von der Seele des Kindes.

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