Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III
Und das andere Missverständnis, das entstehen könnte, ist dies, dass man sagt: Diese Wesenheiten sind eben «böse» Wesenheiten. — Beides ist nur ein Missverständnis. Denn diese Wesenheiten sind durchaus nicht bloß «böse» Wesenheiten, obwohl der Ursprung des Bösen in der Menschheitsentwicklung bei ihnen gesucht werden muss; sondern sie stehen mitten zwischen den Menschen und den Übermenschen, zwischen den Menschen und den dhyanischen oder Engelwesenheiten[. Sie] ragen über die Menschen hinaus. In allen Fähigkeiten, die sich die Menschen erst erwerben müssen, haben diese Wesenheiten schon eine hohe Stufe erlangt. Und sie unterscheiden sich von den früher geschilderten Vorfahren der Menschen dadurch, dass sie - weil sie ihre Menschheit auf dem Monde nicht abgeschlossen haben - noch fähig sind, während sich der Mensch auf der Erde entwickelt, sich in Menschenleibern zu inkarnieren. Während die eigentlichen dhyanischen oder Engelwesenheiten, welche die großen Inspiratoren der Menschen sind, und auf die sich die Ägypter noch beriefen, nicht in Menschenleibern erscheinen konnten, sondern sich nur offenbaren konnten durch die Menschen, sind die Wesenheiten, die zwischen Menschen und Engeln mitten drinnen stehen, weil sie nicht ihre volle Entwicklung errungen haben, doch aber über den Menschen hinausgewachsen sind, noch fähig, sich in menschlichen Leibern zu inkarnieren. Daher finden wir immer in der lemurischen und atlantischen Zeit unter den Menschen auf der Erde solche, die in sich tragen als innerste Seelenwesenheit eine solche zurückgebliebene Engelwesenheit.
Cite:
GA 246/1911-06-07/p026 · edition original