Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III
Nicht allein der geführte Mensch erlangt etwas dadurch, dass er sich führen lässt, sondern auch bei den leitenden, führenden Wesenheiten bedeutet dieses Leiten etwas, dass sie weiterkommen in ihrer Entwicklung. Ein Engel zum Beispiel ist mehr, nachdem er die Menschen eine Zeit lang geführt hat, als er war, bevor er diese Führung angefangen hat. Durch seine Arbeit in der Führung kommt auch der Engel weiter - und zwar sowohl der, welcher ein voller Engel ist, als auch der, welcher es nur halb geworden ist. Alle kommen weiter; alles ist in fortwährender Entwicklung befindlich. Aber auf jeder Stufe bleiben wieder Wesenheiten zurück. Und jetzt sehen wir so in die alte ägyptische Kultur hinein, dass wir sagen: Da sind erstens die göttlichen Führer, die Engel, dann die halb-göttlichen Führer, welche die Engelstufe nicht ganz erreichten, und dann sind da Menschen, die sich immer höher und höher entwickeln. Aber gewisse von den Übermenschen, von den halb göttlichen Führern bleiben wieder zurück; das heißt: Sie führen nicht so, dass sie all ihre Kräfte zum Ausdruck bringen, [sie] bleiben als Engel oder als Halbengel während der alten ägyptischen Kulturstufe zurück. Während also die Menschen unten vorrücken, bleiben oben unter der Leitung der dhyanischen Wesenheiten oder Engel gewisse solcher Wesenheiten zurück - und unter den luziferischen Wesenheiten ebenso. Als also die ägyptische Kultur zu Ende geht und die griechisch-lateinische beginnt, sind zurückgebliebene leitende, führende Wesenheiten aus der ägyptisch-chaldäischen Kultur vorhanden. Diese können aber jetzt ihre Kräfte nicht anwenden; denn sie werden jetzt in der Führung der Menschheit von anderen Engeln oder halb engelhaften Wesenheiten ersetzt. Das heißt aber: Sie können dadurch auch ihre eigene Entwicklung nicht fortsetzen.
Cite:
GA 246/1911-06-07/p041 · edition original