{"corpus":"steiner","locus":"GA 246/1911-06-07/p057","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Einen, der hineinschaut in die geistige Welt, nennt man in der esoterischen Sprache einen «Hellseher». Aber nur Hellseher zu sein ist nicht genug; da würde er sehen, aber nicht unterscheiden können. Was er sein muss neben einem Hellseher, ist ein «Eingeweihter». Die Einweihung bringt die Möglichkeit, zu unterscheiden zwischen den verschiedenen Arten von Wesenheiten. Es kann also jemand theoretisch hellsehend sein für die höheren Welten, braucht aber kein Eingeweihter zu sein. Für die alten Zeiten war die Unterscheidung der Wesenheiten nicht besonders wichtig; denn, wenn die alten Geheimschulen die Schüler zum Hellsehen gebracht hatten, war die Gefahr des Irrtums keine sehr große. Jetzt aber ist die Irrtumsmöglichkeit eine sehr große. Daher musste in der Lenkung der Menschheit darauf Rücksicht genommen werden, dass immer zu dem Prinzip der Esoterik hinzugefügt wird das Prinzip der Einweihung. Der Mensch muss in dem Maße, als er hellseherisch wird, fähig werden zu unterscheiden zwischen den besonderen Arten der Wesenheiten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III","site_heading":null,"date":"1911-06-07","location":null,"word_count":154,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-07/p057","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/246/1911-06-07/p057"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/246/1911-06-07/p057","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften","evidence_translation":"From transcripts that are in part fragmentary","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of \"fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}