Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit III

GA 246/1911-06-07/p058 ·1911-06-07 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Nach zum Teil bruchstückhaften Mitschriften» (From transcripts that are in part fragmentary). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 246), which also speaks of "fragmentarischen Hörernotizen und Vortragszusammenfassungen". The translation is the maintainer's, not a published one.

Diese besondere Aufgabe - ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen den Prinzipien des Hellsehens und der Einweihung - trat einmal an die Führung der Menschheit heran. Notwendigerweise musste die Menschheit so etwas einmal in der Führung und Leitung bekommen, dass das richtige Gleichmaß zwischen Hellsehen und Einweihung hergestellt wurde. Da entsteht die Frage: Wann musste das geschehen? Das wurde notwendig in der Zeit, als die Menschheit eine Krisis durchmachte in Bezug auf ihr höheres Erkennen. In der Zeit des dreizehnten Jahrhunderts, etwa um das Jahr 1250 herum, haben wir das Zeitalter, wo die Menschen sich am meisten abgeschlossen fühlten von der geistigen Welt. Da sagten die hervorragendsten Geister, die nach einem gewissen höheren Erkennen strebten: Was unsere Vernunft, unser Intellekt, was [unser Wissen] finden kann, ist beschränkt auf die Welt, die uns außen umgibt; wir können mit unserm vernünftigen menschlichen Forschen und Erkenntnisvermögen nicht eine geistige Welt erreichen; sie muss uns durch die Offenbarung gegeben werden! Wissen und Glauben sind zwei voneinander getrennte Gebiete! - Dass dies gesagt wurde in der Zeit, als die Scholastik blühte, hat seinen guten Grund; es wurde gesagt, weil damals eben die Menschheit am meisten vor der geistigen Welt abgeschlossen war. Ungefähr das Jahr 1250 ist die Zeit, in welcher die Menschen während des Mittelalters dazu kommen mussten, die Grenze zu ziehen zwischen dem, was man glauben kann und was man erkennen kann.

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Cite: GA 246/1911-06-07/p058 · edition original